30 Jahre Refugium

Von Kathrin in Allgemein
16 Mrz 17

Die Flüchtlingshilfe Refugium e.V. hatte im letzten Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Dies wurde auch in der St. Katharinen Gemeinde in Braunschweig gefeiert.

Die zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber (ZASt) wurde im Jahr 1983 eröffnet. Flüchtlinge wurden während des Asylverfahrens bis hin zur Verteilung auf die Gemeinden in Braunschweig untergebracht. Zahlreiche interessierte VertreterInnen aus der Gesellschaft, Politik und Kirche versammelten sich in einem Arbeitskreis in der St. Pauli-Gemeinde. Dieser hatte das Ziel, den Flüchtlingen eine Lobby und Hilfe zu sein. Zudem bestand von Beginn an ein enger Kontakt zu Amnesty International.

Im Jahr 1986 gründete sich dann das Refugium. Durch das Zusammenbringen von Erfahrungen und Ideen entstand ein Konzept, die Arbeit wurde professionalisiert und die Beratungsstelle gegründet. Bis heute bietet das Refugium Beratung in Braunschweig und den Landkreisen Helmstedt und Wolfenbüttel an.

Eines der wichtigsten Arbeitsfelder ist die unabhängige und qualifizierte Beratung für Flüchtlinge und MigrantInnen. Schwerpunkte sind unter anderem das Asylverfahren, Aufenthaltsrechtliche Fragen sowie die Integration u.v.m.. Durch die hauptamtlichen MitarbeiterInnen kann die Beratung in den Sprachen Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Amharisch und Dari durchgeführt werden. Für die Sprachen Farsi, Arabisch und Kurdisch wird der Verein durch ehrenamtliche ÜbersetzerInnen unterstützt.

Zu weiteren Zielen gehören die Öffentlichkeitsarbeit für Flüchtlinge und MigrantInnen sowie gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Durch tatkräftige Unterstützung von Ehrenamtlichen kann der Verein Sprachkurse, Bewerbungstraining und eine Kochgruppe für unbegleitete Minderjährige anbieten.
Die soziale Integration ist einer der Tätigkeitsbereiche des Refugiums. Daher ist das Refugium ein Kooperationspartner verschiedener Braunschweiger Akteure, Institutionen und Vereine. Dazu gehören unter anderem das Projekt „Willkommen im Fußball“ (Eintracht Braunschweig Stiftung), die Themenwoche Interkultur (Staatstheater Braunschwieg) und die Theater Workshops (GRINS e.V).

Das Welcome Dinner, mit dem Ziel soziale Bindung und das Gefühl von Zugehörigkeit in der Gesellschaft zu schaffen, ist eines der Angebote der Flüchtlingshilfe.
Erfahrt jetzt mehr über das Refugium unter:http://www.refugium-braunschweig.de/

Zwei der Mitbegründer Sigrid Probst und Herbert Erchinger sprachen zu den Gästen.

Auch für das leibliche Wohl der Gäste wurde gesorgt.

Die Zuschauer lauschten gespannt den musikalischen Einlagen.