Flüchtlinge wünschen sich echte soziale Kontakte

Von Kathrin in Allgemein
20 Jun 17

Über kaum ein Thema wurde in den vergangenen zwei Jahren so viel gesprochen und diskutiert, wie über die steigende Anzahl von MigrantInnen und Flüchtlingen. Politik, Wirtschaft aber vor allem auch die Gesellschaft reagieren auf die neue Situation.

Die Robert Bosch Stiftung veröffentlicht in Zusammenarbeit mit dem Forschungsbereich des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen (SVR) deshalb in Kürze eine umfassende qualitative Studie zu den Lebensbedingungen von Flüchtlingen. Die Robert Bosch Stiftung gehört zu den größten unternehmensverbundenen Stiftungen in Europa. Ihre Arbeit fokussiert sich stark auf gesellschaftliche Themen und der Erarbeitung exemplarischer Lösungen. Diese wird die Themen Migration, Integration und Teilhabe zukünftig zu weiteren Kernelementen ihrer Untersuchungen erheben.

Erste Ergebnisse für die Studie zu den Lebensbedingungen von Flüchtlingen liegen bereits vor und verdeutlichen dabei wie wichtig es ist, nicht nur über Flüchtlingen zu sprechen, sondern ihre Stimme zu hören. Es ist wichtig zu wissen, wie es den Geflüchteten in Deutschland ergeht und wie sie die Begegnung mit den EinwohnerInnen erleben. Nur so kann wirklich geholfen und unterstützt werden!

Ziele der Studie sind:

-Das ehrenamtliche Engagement für und mit Flüchtlingen unterstützen,
-Die gesellschaftliche Teilhabe von Flüchtlingen stärken,
-Die Offenheit unserer Gesellschaft im Umgang mit Flüchtlingen fördern,
-Empfehlungen und Handlungsstrategien für Entscheidungsträger entwickeln.

Die im Verlauf der Studie geführten Interviews haben verdeutlicht, dass es besonders die persönlichen Kontakte mit Menschen vor Ort sind, die sich die Flüchtlinge wünschen und die ihnen Kraft geben. Das Streben nach einem intakten Sozialleben mit persönlichen Beziehungen zu der ansässigen Bevölkerung ist sehr stark. Soziale Begegnungen spielen somit eine ganz zentrale Rolle für die Integration der Menschen in Deutschland und deren Wohlbefinden. Dabei sind es besonders die individuellen freundschaftlichen Beziehungen, die die Flüchtlinge berühren und die sie so dringend brauchen. Diesen sozialen Umgang und das Gefühl von gegenseitiger Unterstützung sind Grundpfeiler für eine gelungene Integration. Es reicht nicht nur bei Behördengängen und Bürokratie zu unterstützen, die Flüchtlinge sehnen sich vor allem nach Austausch und Gemeinschaft.

Genau dies ist auch die Intention des Welcome Dinners. Wir wollen den Geflüchteten, MigrantInnen und Flüchtlingen in unserer Stadt durch die Dinner die Möglichkeit bieten, soziale Kontakte mit den BügerInnen zu knüpfen, um echte Begegnungen zwischen den verschiedenen Kulturen zu ermöglichen. Nur so können die Menschen hier ein zu Hause finden und mögliche Sprachbarrieren abgebaut werden. Es ist nicht nur wichtig ein Dach über dem Kopf zu haben und Arbeit zu finden, sondern auch neue Kontakte Freundschaften knüpfen zu können. Genau hier setzt unsere Arbeit an und wir werden auch zukünftig alles daran setzten die soziale Integration durch die Welcome Dinner zu unterstützen.

Bildquelle und weitere Informationen unter: Studie Robert Bosch Stiftung